DIE UHRENSTADT GLASHÜTTE

Glashütte / SA.

Die Marke Union Glashütte hat sich seit ihren Anfängen vor über 125 Jahren der feinen Uhrmacherei verschrieben. Ihre Wurzeln liegen in der kleinen Stadt Glashütte im Osterzgebirge, dem traditionsreichen Zentrum der deutschen Uhrmacherkunst. Heute arbeiten in dem idyllisch gelegenen Ort mit den rund 7.500 Einwohnern etwa 1.700 Menschen in der Uhrenindustrie.

Glashütte im 19. Jahrhundert

Die Glashütter Uhr ist zunächst nur eine Idee. Nachdem der einst so ertragreiche Bergbau in der Region zum Erliegen gekommen ist, sucht man Mitte des 19. Jahrhunderts nach neuen wirtschaftlichen Perspektiven. Eine kleine Gruppe ambitionierter Dresdner Uhrmacher, Unternehmer und Politiker hat große Pläne: Sie wollen gezielt eine Uhrenfertigung nach Schweizer Vorbild im Erzgebirge aufbauen.
Im Dezember 1845 nehmen die ersten Lehrlinge ihre Ausbildung zum Uhrmacher in Glashütte auf. Es ist der Anfang einer bemerkenswerten Erfolgsgeschichte, die von verschiedensten Persönlichkeiten und Markennamen geprägt werden wird. Die Wissensweitergabe spielt auch weiterhin eine wichtige Rolle: Lehrlinge und Arbeiter werden kontinuierlich zu Spezialisten ausgebildet, die an höchsten Standards gemessen werden. Ihre hohen Ansprüche tragen entscheidend zum guten Ruf der Glashütter Uhr bei.

Fertigung hochwertiger Zeitmesser

Auch die Nähe zu der Metropole Dresden, die als eines der großen kulturellen und intellektuellen Zentren den Fortschritt und die kreativen Geister ihrer Zeit anzieht, fördert den nachhaltigen Erfolg des ambitionierten Projekts. Die hohe Qualität und der typisch deutsche Sinn für Präzision der hier gefertigten Zeitmesser machen sie damals wie heute zu begehrten Sammlerobjekten weltweit.

Gründung der Glashütter Uhrenfabrik Union

1893 eröffnet der renommierte Uhrenhändler Johannes Dürrstein, der sich bis dato vor allem mit dem Vertrieb exklusiver Taschenuhren aus Glashütte und der Schweiz einen Namen gemacht hat, seine eigene Produktion in dem kleinen sächsischen Ort. Ihr Name: „Glashütter Uhrenfabrik Union“. Dürrstein ist als erfolgreicher Geschäftsmann bestens mit der Branche allgemein, internationalen Trends und den Wünschen der Kunden vertraut. Er weiß aus eigener Erfahrung, was dem Markt fehlt: eine hochwertige Uhr Glashütter Qualität, die sich mehr als nur einige wenige leisten können – ein Stück erschwinglicher Luxus.

Der gute Ruf von Glashütte

Da er mit seinen sehr konkreten Vorstellungen bei den Sortimenten der ortsansässigen Firmen, die vor allem extrem aufwendige und kostspielige Zeitmesser in geringen Stückzahlen fertigen, nicht fündig wird, gründet er schließlich eine eigene Uhrenproduktion. Dürrstein trifft damit den Nerv der Zeit: Die Union Uhren aus Glashütte tragen in den darauf folgenden Jahren dazu bei, den guten Namen der heimischen Uhrenindustrie innerhalb Deutschlands und über die Grenzen des Landes hinaus zu verbreiten und zu festigen. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Herkunftsbezeichnung „Made in Glashütte“

In Sachen Uhren ist Glashütte Synonym für Qualität. „Made in Glashütte“ ist mehr als nur eine Herkunftsbezeichnung – es ist ein Gütesiegel. Die sogenannte „Glashütter Regel“ verlangt nach einem hohen Anteil an lokaler Wertschöpfung, der vorhanden sein muss, damit eine Uhr sich als Zeitmesser aus Glashütte präsentieren darf. Auch die Uhren von Union Glashütte tragen ihre Herkunftsbezeichnung, genau wie ihren alteingesessenen Namen, mit Stolz.
Und mit Verantwortungsbewusstsein – für eine Tradition, die Geschichte geschrieben hat.